Arbeitsagentur bietet ganzheitliche Beratung

Arbeitsagenturleiter Joachim Fahnemann (links) mit dem neuen Team der ganzheitlichen Integrationsberatung.
Der Weg aus der Arbeitslosigkeit in eine neue Beschäftigung läuft nicht immer glatt und reibungslos. Manche müssen einige Klippen überwinden, um ihr Ziel zu erreichen und wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster setzt seit Anfang April speziell geschulte Fachkräfte ein, um die Betroffenen noch besser unterstützen zu können. Unter der Bezeichnung „interne ganzheitliche Integrations-beratung“, kurz Inga, kümmert sich ein Team von zwölf Integrationsberaterinnen und –beratern um Menschen, die ohne eine besondere Förderung wenig Aussicht haben, ihre Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres zu beenden. Unzureichende Kinderbetreuung oder veraltete Qualifikationen, gesundheitliche Einschränkungen oder fehlende PC-Kenntnisse, oft sogar eine Kombination aus mehrerem: Das Inga-Team steht den Betroffenen beim Überwinden der verschiedenen Hürden, die eine Rückkehr in die Erwerbstätigkeit erschweren, zur Seite. „Unser Ziel ist es, mit einer ganzheitlichen Beratung und Unterstützung ein Abrutschen in die Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern“, betont Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur Ahlen-Münster. Um dieses Ziel zu erreichen, betreut jede Integrationsfachkraft nur 65 Kunden. So erfolgt eine enge Begleitung, die alle individuellen Bedarfe des Einzelnen in den Blick nimmt. Auf Wunsch helfen die Integrationsberater zum Beispiel bei der Suche nach einer passenden Kinder-betreuung oder begleiten bei Behördengängen. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops in kleinen Gruppen. So gibt es spezielle EDV-Schulungen, Angebote zu Selbstvermarktungs-strategien, Bewerbungstrainings und das Üben von Vorstellungsgesprächen. „Um eine ganzheitliche Betreuung anbieten zu können, haben wir viel Wert darauf gelegt, dass die Integrationsberaterinnen und –berater nicht nur gut geschult sind. Sie bringen durch ihre vielfältigen beruflichen Vorerfahrungen in Wirtschaftsunternehmen oder bei Bildungsträgern auch das Rüstzeug mit, sich in die Probleme der Kunden hineinzuversetzen und sinnvolle Lösungswege anzubieten“, erläutert Fahnemann. In kleinen, aber kontinuierlichen Schritten unterstützen die Berater bei der Arbeitssuche und Vermittlung. Damit die Integration in den Arbeitsmarkt dauerhaft gelingt, begleiten sie ihre Kunden bei Bedarf auch in der ersten Zeit der neuen Erwerbstätigkeit. Dass dieser Weg erfolgreich ist, beweisen für Fahnemann die ersten Ergebnisse. So konnten 140 Kunden, die das Inga-Team bislang betreut hat, bereits eine neue Arbeit aufnehmen. „Die Resultate zeigen, dass es möglich ist, durch eine individuelle und intensive Betreuung die gegenwärtigen Chancen am Arbeitsmarkt auch für Menschen zu nutzen, deren persönliche Voraussetzungen schwieriger sind. Denn vor dem Hintergrund der andauernden Fachkräftediskussion ist dieser Personenkreis ein unverzichtbares Potential auf dem Arbeitsmarkt“, so der Agenturchef.
Vortragsveranstaltung: Akute Oberbauchschmerzen

Zu einer Vortragsveranstaltung zum Thema „Rechtsseitige Oberbauch-schmerzen – Was tun?“, laden Dr. Frank Klammer und Dr. Kühlkamp herzlich ins St. Franziskus-Hospital Ahlen ein.
Zu einem Informationsabend zum Thema „Rechtsseitige Oberbauchschmerzen – Was tun?“, sind alle Interessierten am Donnerstag, 23. Mai 2013, um 19.30 Uhr, in die Cafeteria des St. Franziskus-Hospitals Ahlen, Robert-Koch-Straße, eingeladen. Im Rahmen der Reihe “Medizin im Gespräch” berichten Dr. Frank Klammer, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie und Dr. Volker Kühlkamp, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, des St. Franziskus-Hospitals Ahlen, über das wichtige Thema. „Ein akut einsetzender Oberbauchschmerz ist häufig und hat nicht selten eine harmlose Ursache, die sich mit bewährten Hausmitteln gut behandeln lassen kann“, so Dr. Klammer. Was sollte man aber tun, wenn die Schmerzen andauern, wenn sich der Schmerzcharakter ändert oder weitere Beschwerden auftreten? Der Informationsabend konzentriert sich in erster Linie auf die Symptome und deren mögliche Ursachen anstatt auf ein konkretes Krankheitsbild. Im Vordergrund stehen an diesem Abend besonders die Beschwerden des rechten Oberbauchs. Systematisch werden anhand der Beschwerden die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten erläutert. Dr. Klammer und Dr. Kühlkamp stehen im Anschluss an den Vortrag für Fragen aus dem Publikum gern zur Verfügung. Der Eintritt ist frei und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
1. Platz für die Schwimmer der Fritz-Winter-Gesamtschule
Mit einem Sieg beendete die Schwimmmannschaft der Fritz-Winter-Gesamtschule den Schwimm-wettkampf der weiterführenden Schulen. Das Team (sechs Jungen und sechs Mädchen des 6. Jahrgangs) zeigte sich in allen Disziplinen sehr stark. Neben zwei Staffelwettkämpfen konnten die Schwimmer/innen auch bei Technikübungen glänzen und die Kampfrichter mit ihrem Können überzeugen. Am Ende des Wettkampftages stand noch das Ausdauerschwimmen auf dem Programm. Hierbei mobilisierten die Schüler noch einmal all ihre Kräfte und sammelten weitere wertvolle Punkte. Bei der Siegerehrung am Ende des Wettkampftages konnten sie dann jubeln: Sie belegten gemeinsam mit dem St. Michael Gymnasium den 1. Platz.
Dance-Contest – „Part five“

Bis zum 1. Juni können sich alle Dance-Crews, Breakdancer und Tanzgruppen zum fünften kreisweiten Dance-Contest anmelden.
Im Juni sind alle Dance-Crews, Breakdancer und Tanzgruppen gefragt. Denn dann findet der fünfte kreisweite Dance- Contest des Juk-Hauses statt. Am Samstag, 08. Juni möchte das JuK-Haus alle Tanzgruppen im Kreis Warendorf herzlich einladen, sich mit anderen zu messen und vor Publikum aufzutreten. Es können alle Tanzrichtungen teilnehmen. Die fachkundige Jury um Hanno Liesner (Funky Movements e.V. aus Münster) beurteilt jeden Act. Moderiert wird die Veranstaltung von Lars-Haucke Martens. Die ersten drei platzierten Gruppen erhalten Preise in Höhe von 150 €, 100 € und 50 €. Die Startgebühr beträgt 10 € pro Gruppe und die Teilnehmer müssen mindestens 13 Jahre alt sein. Der ausgefüllte Anmeldebogen sollte spätestens bis zum 1. Juni im Juk- Haus eingegangen sein. Der Eintritt für Zuschauer beträgt 2 €. Einlass: 15.00 Uhr. Beginn: 16.00 Uhr. Anmeldebogen und weitere Informationen sind unter Tel: 02382-60146 oder auf www.juk-haus.de erhältlich.
Onlinescouts trafen Experten
Die Onlinescouts des Städtischen Gymnasiums Ahlen sind an ihrer Schule die Experten für den sicheren Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken. Dieses Wissen geben sie an jüngere Mitschüler und Mitschülerinnen weiter. Jetzt hatten sie Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des deutschen Netzwerks „wer-kennt-wen.de (wkw)“ zu werfen und in den Kölner Büros Experten fragen zu stellen. „Um anderen Schülern etwas beizubringen, müssen wir selbst Experten für unterschiedliche Themen sein. Jede von uns hat ein Fachgebiet, z. B. die Sicherheitseinstellungen in sozialen Netzwerken, Datenschutz oder Tipps, wie man sich wehren kann, wenn man im Internet gemobbt wird“, erläutert Nele (13 Jahre) die Aufgaben der Scouts. Die 7 Jugendlichen aus Ahlen fühlten sich ernst genommen, als Mirko Meurer, COO und Mitglied der Geschäftsleitung von wer-kennt-wen.de sie zum Expertengespräch begrüßt. Die Scouts hatten eine lange Liste an Fragen vorbereitet. Natürlich interessiert sie, wie sich das größte deutsche Soziale Netzwerk gegenüber den internationalen Branchenriesen Facebook und Google+ positioniert oder welche neuen Werbekonzepte sich mit sozialen Netzwerken realisieren lassen. Besonders viele Fragen hatten die Scouts für die Jugendschutzbeauftragte Silke Knabenschuh mitgebracht. „Wir bringen unseren Mitschülern in unseren Kursen bei, dass sie den Melde-Knopf drücken können, wenn sie in Netzwerken belästigt werden. Es war sehr spannend zu erfahren, wie wkw auf diese Meldungen von Nutzern reagiert“, fasst Lejla das Gespräch zusammen. Doch auch die Scouts standen Rede und Antwort und berichteten von ihren Erfahrungen bei den Projekttagen, die sie mit den jüngeren Schülern durchgeführt haben. Urs Fischer, Business Development Manager bei wkw lobte die Gruppe für ihr ehrenamtliches Engagement und wies darauf hin, dass bei wkw Sicherheit und Jugendschutz groß geschrieben werden. Am sichersten ist eine solche Community aber dann, wenn die Nutzerinnen und Nutzer im Umgang mit neuen Medien kompetent sind und sich gegenseitig unterstützen. Die Schulsozialarbeiterin Lena Timmer und Ulrike Gerhards, Jugendmedien-beauftragte der Stadt Ahlen, betreuen das Scout-Projekt gemeinsam. „Dieses Expertengespräch und die Reise nach Köln war der krönende Abschluss eines arbeitsreichen Schuljahres und die Scouts haben sich diese Belohnung verdient“, resümierte Timmer. Als eines von bundesweit 10 Jugendmedienschutzprojekten wurden die Onlinescouts Ahlen vom Bundesfamilienministerium (BMSFJ) gefördert.
Informationen zu belasteten Straßennamen im Rathausfoyer

Auf der Sitzungsetage des Rathauses informieren Schautafeln über Schaffen und historische Einordnung der Namensgeber.
Die Stadt Ahlen überprüft zurzeit die Integrität von Namensgebern Ahlener Straßen im Hinblick auf ihr Verhalten im Nationalsozialismus. Bei den Recherchen wurden aus dem gesamten Straßenverzeichnis fünf Straßen herausgefiltert, deren Beurteilung hinsichtlich der Integrität des jeweiligen Namensgebers weiterer Diskussionen bedarf. Es handelt sich um die Agnes-Miegel-Straße, die Carl-Diem-Straße, den Friedrich-Castelle-Weg, den Karl-Wagenfeld-Platz und den Pfitznerweg. Am 29. April informierte die Stadt über den aktuellen Forschungsstand hinsichtlich der Namensgeber Agnes Miegel, Karl Wagenfeld und Friedrich Castelle. Eine von der Stadt Münster zur Verfügung gestellte Ausstellung im Foyer vor dem Ratssaal vermittelt Wissenswertes über die fünf Namensgeber.
Die Agnes-Miegel-Straße wurde nach der ostpreußischen Dichterin Agnes Miegel (1879-1964) benannt. Miegel floh 1945 über die Ostsee nach Dänemark und lebte ab 1948 in Bad Nenndorf. Sie schrieb Texte, die den Krieg im Osten verherrlichten und veranstaltete Lesungen für die Reichsjugendführung. Sie erhielt das Goldene Ehrenzeichen der Hitler Jugend. Ihre Bedeutung als privilegierte kulturelle Stütze des NS-Regimes lässt sich insbesondere daran ablesen, dass ihr Name 1944 auf der Sonderliste der sechs wichtigsten Schriftsteller innerhalb der so genannten „Gottbegnadeten-Liste“ erschien.
Der Friedrich-Castelle-Weg wurde nach dem Dichter und Rezitator Friedrich Castelle (1879-1954) benannt. Er gehörte zu den Mitbegründern des Westfälischen Heimatbundes und gab mehrere Zeitschriften heraus, so „die Heimblätter der Roten Erde“, die „Bergstadt“ und den „Türmer“. Castelle war Herausgeber einer weitverbreiteten Löns-Ausgabe, ebenso gab er die Werke von Annette von Droste-Hülshoff heraus. Während des Krieges war er Leiter einer Presse- und Nachrichtenabteilung sowie Leiter des Senders Luxemburg. 1935 versuchte er aus der Annette von Droste-Gesellschaft eine nationalsozialistische Vereinigung zu machen.
Der Karl-Wagenfeld-Platz wurde nach dem Heimatdichter und Volksschullehrer Karl Wagenfeld (1869-1939) benannt. 1925 trat er als Konrektor in den einstweiligen und 1932 in den endgültigen Ruhestand. Seit dem 1.5.1933 war Wagenfeld Mitglied der NSDAP (Nr. 2496073). Zudem war er Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Seine Forderungen zum Schutz von Heimat und Brauchtum sieht er durch das NS-Regime realisiert. Tatsächlich wies Wagenfelds Heimatbegriff eine gewisse Nähe zur nationalsozialistischen Blut-und-Boden-Ideologie auf. Fakt ist, dass er im Mittelpunkt nationalsozialistischer Propagandainszenierungen stand.
Carl Diem (1882-1962) war Sportfunktionär und -wissenschaftler. Von 1913-1933 fungierte er als Generalsekretär des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen. In der NS-Zeit war er ein hoher Sportfunktionär, er plante u.a. die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Er gilt als Gründer und Leiter der Deutschen Hochschule für Leibesübungen. Von 1947 bis 1962 war er Rektor der Deutschen Sporthochschule in Köln-Müngersdorf. Anlässlich seines 70. Geburtstages stiftete der Deutsche Sportbund die Carl Diem-Plakette für besonders hervorragende sportwissenschaftliche Arbeiten. Fest steht jedenfalls, dass Carl Diem kein Mitglied der NSDAP war. Allerdings hat er sich dem neuen Regime angedient und damit den Grundstock seiner Karriere im Dritten Reich gelegt. Es war ein Bestreben Diems erkennbar, der engeren Führungsclique des NS-Staates angehören zu wollen. Zudem war Diem tief in das NS-Regime verstrickt und hat sich über das erforderliche Maß hinaus zur Verfügung gestellt und somit zur inneren Stabilität und zur äußeren Repräsentation des NS-Regimes beigetragen.
Hans Pfitzner (1869-1949) war Komponist und Dirigent. Zwischen 1929 und 1934 leitete er eine Meisterklasse für Komponisten an der Akademie der Tonkunst in München, danach wirkte er international als Dirigent, Pianist und Opernregisseur; sein Hauptwerk ist die Oper „Palestrina“.
Zwischen 1933 und 1945 engagierte sich Pfitzner intensiv im Sinne des NS-Staates, getrieben von dem Wunsch, als gewichtiger Vorkämpfer des Dritten Reichs Anerkennung zu finden. Außerdem bekannte er sich zwischen 1933 und 1938 mehrfach öffentlich zur Sache des Nationalsozialismus. Pfitzners Bedeutung als kulturelle Stütze des NS-Regimes lässt sich insbesondere daran ablesen, dass sein Name 1944 auf der Sonderliste der drei wichtigsten Musiker innerhalb der so genannten „Gottbegnadeten-Liste“ erschien.
Zwei Mäuse zu Besuch in der Stadtbücherei

Die Puppenspielerin Marianne Schoppan mit Ihrer Stadt- und Landmaus.
Rund 200 Kinder aus Ahlener Kindertagesstätten erlebten jetzt ein besonderes Puppentheaterstück in der Stadtbücherei. Die Kasseler Puppenspielerin Marianne Schoppan zeigte an zwei Tagen das zweisprachige Stück „Die Stadtmaus und die Landmaus.“ Auf Deutsch und Türkisch erzählt es die Geschichte zweier Mäuse, die in ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zu Hause sind. Da ist die Stadtmaus, die mit ihrem neuen Rollschuhmobil einen Ausflug ins Grüne unternimmt. Zum anderen gibt es die Landmaus, die aus ihren mühsam gesammelten Beeren leckere Marmelade kochen möchte. Beide treffen aufeinander und freunden sich an, worauf die Landmaus beschließt, sich auch einmal das Leben in der Stadt anzusehen. Die Reise wird zu einem spannenden Ausflug in eine andere Welt. „Man merkte sofort die Begeisterung der oft zweisprachig aufwachsenden Kinder“, sagte Büchereileiterin Ute Czieslik-Mende nach den Aufführungen. Neben Deutsch und Türkisch flossen auch russische und italienische Sätze ins Spiel ein, was bei den jungen Zuschauern offensichtlich bestens ankam. „Das war ja Russisch, das habe ich genau verstanden“, hieß es zwischendurch aus den Reihen. Gut gefallen hatte es Czieslik-Mende, dass die Kinder ihre zweisprachige Kompetenz einbringen durften. „Zu oft stehen sonst immer die Defizite im Mittelpunkt, heute aber konnten die Jungen und Mädchen einmal stolz darauf sein, in verschiedenen Sprachen zuhause zu sein.“
Die DELF-Prüfungsergebnisse 2013 sind da!

Direktor Siegfried Knepper (l.) und Adelgunde Tacken (3.v.l.) überreichten die DELF-Zertifikate an die erfolgreichen Teilnehmer/innen.
Allen 15 Schülern und Schülerinnen des Städtischen Gymnasiums Ahlen, die sich in diesem Jahr den Herausforderungen des externen französischen Sprachdiploms DELF gestellt hatten, konnte der Schulleiter Siegfried Knepper die Ergebnisse ihrer Prüfungen überreichen. Er gratulierte zu den zum großen Teil sehr guten Ergebnissen. Sie sind das Resultat nicht nur des Schulunterrichtes, sondern auch der zusätzlichen Arbeit in einem speziellen Vorbereitungskurs, den in diesem Winter die Französischlehrerin Adelgunde Tacken am Städtischen Gymnasium geleitet hat. Mit diesem international anerkannten Zertifikat des französischen Kultusministeriums haben die Schüler und Schülerinnen bei Bewerbungen einen zusätzlichen Trumpf in der Hand. Darum war es gerade für einige Abiturientinnen, die Französisch als neue Sprache in der Oberstufe gewählt hatten, wichtig, schon jetzt die Bestätigung über die erfolgreiche Ablegung dieser Sprachprüfung zu erhalten. Denn Französisch ist immerhin die Sprache von Deutschlands wichtigstem Handelpartner und europäischen Partner. In der zentral gestellten Prüfung an einem Samstagvormittag im Städtischen Gymnasium wiesen die Kandidaten ihre Fähigkeiten im Verstehen der gesprochenen und geschriebenen Sprache sowie in der schriftlichen Sprachproduktion nach. Besonders aufregend war der mündliche Prüfungsteil, den die Ahlener Schüler und Schülerinnen in Gesprächen mit französischen Muttersprachlern an einem anderen Samstag in Münster ablegen mussten. Aber auch diesen Teil haben sie mit Bravour gemeistert. So konnten sie ihre Fertigkeiten im Gebrauch der französischen Sprache in verschiedenen realistischen Situationen auf den Niveaustufen A2 und B1 nachweisen.
Fundsachen kommen unter den Hammer
Am Freitag, 17. Mai, ist es wieder soweit. Auf dem Rathausvorplatz kommen die Fundsachen unter den Hammer, deren Eigentümer sich nicht innerhalb der vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist im Fundbüro der Stadt Ahlen gemeldet haben. Um 14.30 Uhr kreist der Hammer, um für rund vierzig Fahrräder, drei Kinderwagen, einen Rollator und diversen Schmuck (z. B. Goldringe mit Steinen, Eheringe) meistbietend neue Besitzer zu finden. Auktionsort ist wie üblich vor dem Haupteingang zum Rathaus. Schon ab 13.45 Uhr können die Sachen in Augenschein genommen werden. Die Versteigerung erfolgt im augenblicklichen Zustand des Fundgegenstandes unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung nach § 445 BGB und § 25 VVGZ gegen Barzahlung.
Integrationskurs mit Bravour gemeistert
Hart gearbeitet haben die Teilnehmer des 40. Integrationskurses der Volkshochschule Ahlen (VHS). Das betonten Bruni Rasche, Programmbereichsleiterin der VHS und Hubert Becker-Hardt, Regionalkoordinator des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge aus Bielefeld. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Alten Rathaus überreichten beide den 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die begehrten Sprachzertifikate. Überwiegend „büffelten“ die Migranten zwischen September und März täglich vier Stunden im Integrationskurs der VHS sowie im nachfolgenden 60-stündigen Orientierungskurs, der über das politische, soziale und rechtliche Leben in Deutschland informierte. Beide Kurse schlossen jeweils mit einer Prüfung ab. Die 15 Frauen und 4 Männern stammen aus Eritrea, der Türkei, Syrien, Palästina, Kasachstan, Polen, Russland und dem Irak. „Man ist niemals damit fertig, eine Sprache zu erlernen“, forderten Rasche und Becker-Hardt die Kursteilnehmer auf, Deutsch zu sprechen, wann und wo immer es gehe. Nur so könne das Erlernte nicht einschlafen. Beide lobten auch das Engagement der Kursleiter, Svetlana Meshcheryakova und Constantin Paulmichl, die immer zur Seite standen und einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Erfolg des Kurses geleistet hätten.
Ostendorf und Wunderlich kommen zur Ahlener SG

Abteilungsleiter Ronald Zent (l.) und HLZ-Geschäftsführer Berni Recker (r.) begrüßen die beiden Neuzugänge Nico Wunderlich und Florian Ostendorf.
„Foto: Ahlener SG/Sandbothe“
Gleich zwei Neuverpflichtungen hat der Handballoberligist Ahlener SG für die Saison 2013/14 am Wochenende fest gemacht. Bei frühlingshaftem Wetter wurden die Verträge von Florian Ostendorf und Nico Wunderlich unterzeichnet. Mit Florian Ostendorf hat die ASG einen weiteren Torhüter verpflichtet. Der 28-jährige aus Westerkappeln bringt Drittligaerfahrung (TSG Altenhagen-Heepen) mit und spielt derzeit noch für den TV Bissendorf-Holte in der Oberliga Nordsee. „Ich freue mich auf die sportliche Herausforderung in der kommenden Oberligasaison und darauf gemeinsam mit Spielern, Trainern, Betreuern, Sponsoren und Fans in der kommenden Saison etwas zu erreichen. Ich denke, wir können es schaffen in Ahlen eine neue positive Begeisterung und Euphorie zu schaffen. Das muss das Ziel sein“, fasst der 192 Zentimeter große Schlussmann sein Bestreben zusammen. Mit Nico Wunderlich ist es der Ahlener SG gelungen, einen „Ahlener Jung“ zurück an die Werse zu holen. Nachdem er Ahlen seinerzeit nach der B-Jugend Richtung Soest verlassen hat, zwischenzeitlich auch einen Abstecher in die Dritte Liga machte, spielt er seit dieser Saison für den Ligakonkurrenten HSG Menden-Lendringsen und hatte bei den Spielen in Ahlen immer seinen eigenen Fanclub aus Freunden und Familie dabei. Der 29-Jährige wird die Linksaußen-Position besetzen und so Sascha Bertow entlasten, damit er sich deutlich mehr auf seinen Trainerposten konzentrieren kann. Für Wunderlich, dessen Markenzeichen sein Stirnband mit eingestickter Trikotnummer ist, „geht damit ein Traum in Erfüllung“, wieder in Ahlen zu spielen. Lediglich über die Trikotnummer muss er sich mit Thomas Lammers, der bisher die 84 trägt, noch einig werden. Beide Spieler haben bei der Ahlener SG für zwei Jahre unterschrieben.
Kinder der Diabetesambulanz erklimmen Kletterwand

Rund 20 Kinder und Jugendliche nahmen die Möglichkeit wahr, an der Kletterwand ihr Talent zu erproben.
Eine Möglichkeit sich auch einmal außerhalb des Krankenhauses zu treffen, gab es für die Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig die Diabetesambulanz der Kinderklinik am St. Franziskus-Hospital Ahlen besuchen. Als besondere Aktion stand in dieser Woche das Klettern an der „Big Wall“, der Zeche Westfalen, in Ahlen, an. „Wir möchten den an Diabetes erkrankten Kindern, zusammen mit ihren Eltern, auch einmal die Möglichkeit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärte Gitte Bräucker, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie, die jedem Kind einen „Diabe-Tiger“ in Form eines kleinen Stofftigers schenkte. In ungezwungener Atmosphäre hatten alle Teilnehmer und deren Eltern die Möglichkeit sich auch über das Spritzen von Insulin mittels einer Insulinpumpe zu informieren. Einige Kinder nutzten auch die Gelegenheit die Pumpen, die von der Firma Roche kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, direkt beim Klettern auszuprobieren, denn deren Technik fand in der Hosentasche Platz. Das die Mädchen und Jungen sich über die besondere Aktion freuten und Spaß an der Bewegung hatten, konnte man ihren Gesichtern ablesen. „Der Diabetes bei Kindern und Jugendlichen ist eine seltene Erkrankung. In Deutschland leben etwa 20.000 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 20 Jahren mit Typ-1-Diabetes. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, in deren Behandlung die ganze Familie miteinbezogen ist und die neben den sonstigen alltäglichen Problemen eine zusätzliche Herausforderung darstellt,“ erklärte Christin Tegtmeyer, Diätassistentin und Diabetesberaterin DDG. Das Diabetesteam bestehend aus Diabetologe, Diabetesberaterinnen und Psychotherapeut, an der Kinderklinik des St. Franziskus-Hospitals Ahlen, unterstützt die kleinen und großen Patientinnen und Patienten vor Ort, sowohl ambulant als auch stationär, seit Jahren.
Teilnehmer für Demenz-Forschungsprojekt gesucht

Erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Lebenssituation von Demenzerkrankten und deren Angehörigen: v. l. Martin Kamps, Ursula Woltering, Lena Leberl.
Etwa 700 an Demenz erkrankte Menschen leben in Ahlen. An sie und ihr betreuendes Umfeld richtet sich das bundesweite Forschungsprojekt „Zukunftswerkstatt Demenz“. Dabei sollen Erkenntnisse über die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen gewonnen werden. „Insgesamt suchen wir dazu 55 Paare, die zu ihrer Lebenssituation befragt werden können“, sagt Ursula Woltering, Geschäftsführerin des Vereins Alter und Soziales, in dessen örtlicher Trägerschaft das Projekt umgesetzt wird. Führen wird die Interviews Lena Leberl. Die Gerontologin verstärkt den Verein seit Anfang März. Bestimmte Voraussetzungen müssen die Teilnehmer erfüllen. So sind Erkrankte ausgeschlossen, die in Pflegeheimen wohnen. „Die Personen mit Demenz sollen in der eigenen Häuslichkeit leben und keine vollstationären Hilfen in Anspruch nehmen“, schränkt Leberl ein. Unschädlich sei es hingegen, wenn Tagespflegeangebote genutzt werden. Die Studie untersucht sowohl die Perspektive des Betroffenen als auch die Sicht des Betreuenden. Dabei werden u. a. die Lebensqualität, Schmerzen, herausforderndes Verhalten und Unterstützungsangebote thematisiert. Die Befragung erfolgt durch Fragebögen und ein Interview. Dieses kann zu Hause oder in den Räumlichkeiten des Projektes Zukunftswerkstatt Demenz geführt werden. Das Interview wird etwa zwei Stunden dauern. Die Ergebnisse werden anschließend anonym ausgewertet. Gespannt auf die Ergebnisse ist auch Martin Kamps von der Wohn- und Pflegeberatung. „Wenn bei der Befragung erkennbar wird, dass in manchen Fällen Unterstützungsbedarf besteht, werden wir sofort Hilfe einleiten.“ Es werde nicht so laufen, dass nach den Interviews gesagt werde „Danke und Tschüs bis zum nächsten Jahr.“ Spätestens Ende Juni sollen die Interviews abgeschlossen sein. Aus methodischen Gründen schließt sich in einem Jahr eine zweite Fragerunde an. Teilnehmer helfen, die bestehende Versorgungsstruktur zu beurteilen und sie bei Bedarf zu verbessern. Wer an einer Teilnahme interessiert ist oder weitere Fragen hat, kann sich unter der Rufnummer 02382 4090 an Lena Leberl vom Verein „Alter und Soziales“ (Zukunftswerkstatt Demenz in Ahlen) wenden. Weitere Informationen zu diesem Projekt auch im Internet unter www.alter-und-soziales.de/projekte/zukunftswerkstattdemenz-in-ahlen.
Hintergrund: Das Bundesministerium für Gesundheit und die AOK NordWest fördern das Projekt „Zukunftswerkstatt Demenz“ in Ahlen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und endet im März 2015. Es ist Teil des Forschungsverbundes „DemNet-D“, einer Studie zu Demenznetzwerken in Deutschland. Im Forschungsverbund befinden sich insgesamt 13 Projektstädte, örtlicher Träger des Projektes ist der Verein Alter und Soziales. Das Projekt untersucht in den 13 Standorten die Versorgungssituation und befragt Demenzerkrankte und deren Angehörige zu ihrer Lebenssituation.
Von Enkeln, Blendern und falschen Polizisten
Immer wieder gehen unglaublich dreiste Betrugsmaschen durch die Presse: der Enkeltrick, der Verkauf minderwertiger Lederjacken, falsche Handwerker oder selbsternannte Polizisten und Amtspersonen. Wie erkenne ich, wenn mich jemand betrügen will? Wie verhalte ich mich richtig an Haustür und Telefon? Was soll ich tun, wenn ich hereingefallen bin? Eine Informationsveranstaltung des Nachbarschaftsprojekts „Aktiv im Süden“ klärt auf. Betrüger halten alte Menschen für leichte Beute. Um sich nicht abzocken und betrügen zu lassen, hilft es oft schon, über die gängigen Betrugsmethoden Bescheid zu wissen und sich so nicht von Betrügern und anderen Schurken überraschen zu lassen. Kriminalhauptkommissarin Karina Čajo erklärt in ihrem Vortrag Vorgehensweisen von Betrügern und gibt Tipps, wie man durch einfache Verhaltensänderungen das Risiko mindern kann, über den Tisch gezogen zu werden. Projektleiterin Ergül Aydemir vom Nachbarschaftsprojekt „Aktiv im Süden“ lädt in Zusammenarbeit mit der Polizei zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 15. April, zwischen 16 und 18 Uhr in den Mittrops Hof, Görlitzer Straße 1a, ein. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Neues Rathaus in der Arbeitsagentur?
Die Diskussion um das sanierungsbedürftige Ahlener Rathaus ist um eine Variante reicher. Möglicherweise steht in zwei bis drei Jahren der Umzug der Stadtverwaltung in das jetzt noch von der Arbeitsagentur genutzte Gebäude an der Moltkestraße an. „Ich war Joachim Fahnemann sehr dankbar, dass er mir vor einigen Wochen dieses Angebot machte“, sagte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, als er gemeinsam mit dem Chef der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und Stadtbaurat Andreas Mentz erste Gedankenspiele der Öffentlichkeit vorstellte. Hintergrund der Offerte sind Änderungen bei der Arbeitsagentur. Mit Gründung und Auszug des Jobcenters in ein eigenes Bürogebäude an der Raiffeisenstraße sei der Mitarbeiterbedarf der Agentur deutlich gesunken, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Joachim Fahnemann. Es habe sich die Frage gestellt, wie die entstandenen Leerstände optimal genutzt werden könnten. Neben der Option Vermietung sei intern auch die Bereitschaft zum Verkauf des 1989 errichteten Gebäudes entstanden. „Dies war ein wichtiger Impuls, einen Gedanken weiter zu denken, den alle schon einmal hatten“, macht Ruhmöller kein Geheimnis daraus, dass das frühere Arbeitsamt schon gelegentlich ins Visier von Überlegungen geriet. Fachleute verschiedener städtischer Fachbereiche haben daraufhin im letzten Monat eine Erstprüfung vorgenommen, um ein Einschätzung hinsichtlich der Größenordnung und der Räume zu erhalten. „Als Ergebnis stand ziemlich schnell fest, dass es gelingen kann, rund 250 Beschäftigte aus drei Dienststellen hier unterzubringen“, fasst Ruhmöller zusammen. Die intensive fachliche Prüfung beginne allerdings erst jetzt, auch nachdem die Fraktionsvorsitzenden sowie die Mitarbeiter und Personalräte beider Behörden von den Plänen informiert worden sind. Der mögliche Auszug bedeute keinesfalls, dass sich die Agentur aus Ahlen zurückzöge. „Ich betone, dass wir mit allen Kundenbereichen auf Dauer in dieser Stadt bleiben werden“, versichert Fahnemann. Angedacht sei ein Investorenmodell, bei dem sich die Agentur in ein in Bahnhofsnähe neu zu errichtendes Gebäude einmieten werde. Eine europaweite Ausschreibung müsse dazu durchgeführt werden. Für Stadtbaurat Andreas Mentz hat diese Lösung doppelten Charme. Einerseits bekomme die Stadtverwaltung zeitgemäße bürger- und behördenfreundliche neue Räumlichkeiten mit hoher und bewährter Servicequalität zu einem kalkulierbaren Festpreis. „Andererseits ist es hoch spannend, das eine oder andere Brachenproblem damit anzugehen, eine verlockende Option.“ Bis zum Herbst sollen nun die Grundlagen ermittelt sein, die der Politik eine Entscheidung ermöglichen.







