Facebook Fanbox
Kinospot Ahlen.Biz
September 2016
M D M D F S S
« Aug    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  
Archive

Dennis Biederbick Anja Giering 2.Vorsitzende des Fördervereins, Manni Kreutz

Dennis Biederbick Anja Giering 2.Vorsitzende des Fördervereins, Manni Kreutz

Auch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen der Leichtathletik Gemeinschaft Ahlen, sich bei allen Aktiven, Eltern, Freunden und Fördern der LG Ahlen, für ihre Treue und Hilfe bedanken wollen. Mit einer „Sommernachtsparty“ wurde das zurückliegende Leichtathletikjahr und alte Erinnerungen ins Gedächtnis gerufen. Viele Erinnerungen und Erlebnisse wurden ausgetauscht. Austragungsort der Party, wie auch in den letzten Jahren, war der Eingangsbereich zum Stadion im Sportpark Nord. Bei herrlichen Sommerwetter und guter Stimmung wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Rund 80 Leichtathletik-begeisterte hatten den Weg zum Sportpark Nord gefunden. Bei Musik, Tanz und gutem Essen wurde die Gelegenheit genutzt sich außerhalb des Wettkampf-Sportes kennenzulernen und auszutauschen. Im Rahmen der Party, hatte der Förderverein „Ahlener Leichtathletik Freunde“ die Gelegenheit genutzt, Ausnahmeläufer Dennis Biederbick für seine erfolgreiche Saison 2016 zu Ehren. Mit dem überreichen eines Schecks, wurde nochmals sein Engagement für die Leichtathletik und seine Erfolge hervorgehoben. Dennis Biederbick wird in der kommenden Saison nach Frankfurt, in ein Sportinternat wechseln und damit nicht mehr der LG Ahlen angehören. Die heimischen Leichtathleten wünschen Dennis auf seinen weiteren Lebensweg viel Glück und Gesundheit, damit er seine sportlichen und beruflichen Ziele erreichen wird.

Wenn das Herz aus dem Rhythmus gerät

Seit nunmehr drei Jahren gibt es in Warendorf die von Frau Hedwig Hunkenschröder ins Leben gerufene Selbsthilfegruppe zum Thema Herzrhythmusstörungen. Sei es nun wegen Vorhofflimmern oder wegen anfallsartigem Herzrasen. Jeder kann sich bei der Gruppe melden und die Unterstützung von sowie der Austausch mit der Gruppe bedeuten für viele Betroffene eine Erleichterung ihres Alltages. Plötzlich auftretende Attacken können bei Betroffenen Todesangst verursachen und viele suchen wegen dieser Problematik auch Kliniken auf. Dies kann bis zu der Entwicklung einer ausgeprägten Angststörung  führen. Das Leben dreht sich nur noch um die eigene Angst und die Lebensfreude bleibt auf der Strecke. Da die Probleme der Betroffenen von Nicht-Betroffenen oft nicht verstanden werden, ziehen sich viele zurück und isolieren sich. Dies hat natürlich einen sehr schlechten Einfluss auf den Krankheitsverlauf und verstärkt die Problematik eher noch.
Dem möchte Frau Hunkenschröder mit ihrer Gruppe entgegen wirken. Aus eigener Erfahrung schildert sie: „Wenn Betroffene über ihre persönlichen Ängste und Erlebnisse offen sprechen können und verstanden werden, ist dies schon eine große Hilfe. Die Gruppe hat gezeigt, dass jeder unterschiedlich mit seiner Erkrankung umgeht und man durch den Erfahrungsaustausch lernen kann, besser im Alltag zu Recht zu kommen. Sich einfach nicht mehr so hilflos zu fühlen.“
Das nächste Treffen findet am 13.09.2016 im Haus der Familie in Warendorf statt. Telefonischer Kontakt ist möglich über die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf: 02581/4679988 oder direkt über Frau Hunkenschröder: 0176/95470438

Bürgerstiftung fördert Denkmalschutz und Heimatpflege

Jury-Mitglied Bernd Schulze Beerhorst

Jury-Mitglied Bernd Schulze Beerhorst

Bewerbungsfrist zum Förderpreis „Blauer Turm“ läuft bald ab. Bereits zum dritten Mal verleiht die Bürgerstiftung Ahlen ihren Förderpreis DER BLAUE TURM.  Seit 2012 würdigt die Stiftung den freiwilligen und unentgeltlichen Einsatz der  Menschen im Ehrenamt. Die Auszeichnung macht engagierte Mitmenschen und Institutionen bekannter und zeigt ihre positive Wirkung für die Stadt auf. DER BLAUE TURM ist 2016 ist für die Denkmal- und Heimatpflege mit einem Preisgeld von 10.000 Euro  ausgeschrieben. Im Fokus stehen dabei zwei Möglichkeiten der Auszeichnung:  Persönlich können  Preisträger ausgezeichnet werden, die sich in besonderem Maße um die Denkmal- und Heimatpflege verdient gemacht haben. Darüber hinaus  können Gemeinnützige Vereine und Initiativen, die im Bereich der Denkmal- und Heimatpflege aktiv sind, mit dem Preisgeld unterstützt werden. Viele Vereine und Institutionen wurden bereits aufgefordert ihre Bewerbung einzureichen.  „Er liegen schon eine Reihe sehr interessanter und qualifizierter Bewerbungen vor. Wir freuen uns über weitere Vorschläge“, so Jury-Mitglied Bernd Schulze Beerhorst.  Auf dem Internetauftritt der Stiftung sind alle Unterlagen und Informationen für die Bewerbung vorhanden. (www.bürgerstiftung-ahlen.com) .
Bewerbungen sind noch bis zum 30.09.2016 möglich
Alle Ahlener Bürgerinnen und Bürger können der Jury bis zum 30.09.2016 Vorschläge zur Vergabe des Preises bzw. der Auszeichnung machen.     Darüber hinaus können sich Vereine, Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen aus Ahlen selbst bewerben. Die Auswahl der Preisträger trifft eine fachkundige und unabhängige Jury. Die Juroren sind bürgerschaftlich engagierte Ahlener Bürger mit hoher Fachkompetenz im Bereich der Denkmal- und Heimatpflege: Herbert Faust, Rudolf Pollex, Walter Rinke, Bernd Schulze Beerhorst und Nicole Wittkemper-Peilert.  
Die Preisverleihung mit allen Bewerbern findet am 17. November 2016 in der Lohnhalle der Zeche Westfalen statt.
Die Bürgerstiftung Ahlen ist die Stiftung Ahlener Bürger. Die Stiftung koordiniert bürgerschaftliches Engagement, führt Zustiftungen und Einzelspenden zu einem starken Ganzen zusammen und sorgt so dauerhaft für ein Mehr an Lebensqualität in Ahlen.

Flohmarkt rund ums Baby

Am Samstag, 17. September 2016, veranstaltet die Elternschule des St. Franziskus-Hospitals Ahlen, in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr, in der Lohnhalle der Zeche Westfalen 1, in Ahlen, den Flohmarkt „Rund ums Baby und Kleinkind“. Verkauft werden von Eltern Umstandsbekleidung, Bekleidung bis Größe 110, Spielzeug, Bücher, Babyausstattung und vieles mehr. Eltern können sich zusätzlich über die Angebote der Elternschule informieren. Nähere Information erhalten Sie im Büro der Elternschule, Telefon 02382/858321.

Bauen im Ahlener Süden – Stadt bietet vier Grundstücke an

Vier Baugrundstücke vermarktet die Stadt Ahlen an der Von-der-Recke-Straße Ecke Bodelschwinghstraße.

Vier Baugrundstücke vermarktet die Stadt Ahlen an der Von-der-Recke-Straße Ecke Bodelschwinghstraße.

Vier Wohnbaugrundstücke in guter Lage bietet die Stadt Ahlen im Südenstadtteil zum Kauf an. Die zwischen 540 und 600 Quadratmeter großen Baugrundstücke liegen an der Nordseite der Von-der-Recke-Straße, die als Stichstraße mit einem Wendehammer ausgebaut ist. Auf ihnen können Einfamilienhäuser errichtet werden. „Zielgruppe sind ausschließlich private Interessenten, insbesondere Familien mit Kindern“, sagt Dorothea Sachs, für Stadterneuerung, Projektentwicklung und Liegenschaften verantwortliche Gruppenleiterin im Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Ahlen. Für die nahezu vollständig erschlossenen Bauflächen liegt kein Bebauungsplan vor. „Art und Maß der Nutzung orientieren sich deswegen an der Umgebungsbebauung“, erläutert Sachs. Wohngebäude ließen sich folglich mit maximal zwei Vollgeschossen errichten. Der Verkaufspreis orientiert sich am Bodenrichtwert der Umgebung und beträgt 140 Euro pro Quadratmeter einschließlich Erschließungsbeitrag.
Bei der Grundstücksvergabe werden primär Bewerber mit berücksichtigungsfähigen Kindern bedacht, für die Kindergeld bezogen wird. Für jedes berücksichtigungsfähige Kind wird ein Abschlag von 10 Euro/m² gewährt. Vorrangig werden Interessenten mit der höchsten Anzahl an Kindern berücksichtigt.
Der überwiegende Bestand an Bäumen und Büschen dürfte laut einer Artenschutzprüfung von Oktober bis Ende Februar mit einer Ausnahme beseitigt werden. „Es gibt einen Spitz-Ahorn mit einem Durchmesser von 70 Zentimeter, der rückwärtig ungefähr auf der Grenze zwischen den beiden mittleren Grundstücken steht.“ Seine genaue Lage ließe sich laut Dorothea Sachs erst bei Ausparzellierung der Grundstücke ermitteln. Für den Käufer des betroffenen Flurstückes würde der Erhalt des Spitz-Ahorns in den Kaufvertrag eingehen. „Bei der Bewerbung ist darum schon anzugeben, ob dieses Grundstück in Frage kommt.“
Ein Exposé mit allen Angaben zu den angebotenen Grundstücken und zum genauen Vergabeverfahren kann eingesehen werden auf der Internetseite der Stadt Ahlen unter www.ahlen.de. Weitere Informationen erteilt im Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen Hartmut Merzmann unter Tel. 02382 59314 (E-Mail: merzmannh@stadt.ahlen.de). Interessenten haben Gelegenheit, ein rechtsverbindlich unterzeichnetes Angebot in einem verschlossenen Umschlag bis zum 27. September 2016, 12:00 Uhr, einzusenden oder einzureichen bei:
Stadt Ahlen, Der Bürgermeister, Fachbereich 6 / 6.1L, Herr Merzmann, Südstraße 41, 59227 Ahlen

Die Angst im Koffer Künstlerische Arbeiten im Koffer/Kofferraum

Man kennt das Szenario aus Hollywood-Filmen: Entführungsopfer oder die Leichen Ermordeter werden oft im Kofferraum abtransportiert. Ein Prominenter ließ vor einigen Jahren den Kofferraum seiner Limousine für den Fall des Falles sogar mit einem Nottelefon im Inneren ausstatten, damit er bei einer Entführung von dort aus die Polizei hätte verständigen können, wenn man ihn nicht gefesselt und geknebelt hätte. Die Angst fährt also manchmal mit, gerade in den heutigen Zeiten, meint der Kurator Stephan US. “Die Angst ist momentan ein großes gesellschaftliches Thema, ob es die Angst vor dem Fremden, die existentielle Angst oder die Angst vor Terror ist. Die Angst ist da und wird manchmal auch als Spielball für Macht und Politik benutzt”. Für das Bürgerzentrum Schuhfabrik Ahlen organisiert er zusammen mit Christiane Busmann die zweite „Kofferraumausstellung“ in Ahlen.
Mit der zweiten Kofferraumausstellung „Die Angst im Koffer“ lenkt das Bürgerzentrum Schuhfabrik in Ahlen den Blick auf das emotionale Phänomen Angst. Mit einer offenen Ausschreibung riefen sie dazu Künstlerinnen und Künstler auf, sich mit Arbeiten, die einen Bezug zum Thema “Angst” haben, zu beteiligen. Bevor die Anmeldefrist für die Kofferraumausstellung endet, zeichnet sich sowohl eine künstlerische wie inhaltliche Bandbreite  ab.
Arbeiten, die die Angst vor dem Fremden und den Geflüchteten thematisieren, die Aktion „Freedom Exchange“, in der es um die Beziehung von Freiheit und Sicherheit geht, die Installation „Angst zu fallen“, Macro-Fotographien und Radierungen von Spinnen, Objekte aus dem Bereich Social knitting, die sich mit der Angst vor Verfall und Vergänglichkeit auseinandersetzen oder ein “Herrenlosen Koffer” versprechen schon jetzt eine spannungsreiche Auseinandersetzung. All´ diese Kofferraumarbeiten fahren am 10.09.2016 auf das obere Parkdeck des Parkhauses am ehemaligen Marktkauf in Ahlen (Industriestraße, 59229 Ahlen) vor. Dort werden die Koffer bzw. die Kofferräume von 15.00 – 19.00 Uhr zur zweiten großen Kofferraumausstellung in Ahlen geöffnet.
Noch bis zum 05.09.2016 können sich Künstlerinnen und Künstler, die sich beteiligen möchten, unter Angabe des Namens, Adresse, Email, Telefonnummer, Website und Art der Arbeit anmelden bei: Stephan US – stephan.us@versanet.de und Christiane Busmann – christiane.busmann@schuhfabrik-ahlen.de. Gesucht werden künstlerische Arbeiten, von Zeichnung, Malerei, Skulptur, Film, Video, Installation, Performance und Raumkonzepte, die einen Bezug zum Thema „Angst“ haben. Diese Arbeiten sollen im Raum eines Koffers oder Kofferraum eines Autos realisiert werden. Jede künstlerische Technik und Disziplin ist möglich. Infos: www.schuhfabrik-ahlen.de 

Gesundheit, Geld, Geflüchtete – 22. SINN-Konferenz am Freitag mit zahlreichen Themen

Eine Fülle an Themen haben (v.l.) Anne Althaus, Cristina Loi und Lena Leberl für die 22. SINN-Konferenz vorbereitet.

Eine Fülle an Themen haben (v.l.) Anne Althaus, Cristina Loi und Lena Leberl für die 22. SINN-Konferenz vorbereitet.

Innovativ und aktiv verknüpft das SINN-Netzwerk („Senioren in neuen Netzwerken“) zahlreiche Partner aus der Seniorenarbeit in Ahlen. Zielgruppe sind dabei die aktiven Bürger der Generation „50+“, die sich am Freitag, 2. September, um 15 Uhr in der Familienbildungsstätte zur 22. SINN-Konferenz treffen. „In geselliger Runde wollen wir uns austauschen, gegenseitig informieren und gemeinsame Projekte anstoßen“, fasst Cristina Loi aus der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ das Programm in groben Zügen zusammen.
Die Konferenz beginnt mit dem Markt der Möglichkeiten, „wo sich jeder Besucher, je nach persönlichem Interesse und Informationsbedarf, beteiligen kann.“ Im Anschluss an die Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Hausherr Lars Koenig widmet sich Dr. Timm Hüttemann von der Sparkasse Münsterland Ost dem Thema „Bank für alle Generationen“. Ihm folgen Michael Engbers vom Projekt „Demokratie leben!“ mit einem Kurzvortrag über „Armut im Alter“ und Petra Brennert mit der Vorstellung der Selbsthilfegruppe „Leukämie und Lymphon Münsterland e.V.“. Unter der Überschrift „Neues aus dem Sinn-Netzwerk“ berichtet Cristina Loi über das Flüchtlingsprojekt „Alt für Jung – Patenschaften“  sowie Sebastian Richter vom Forum gegen Armut über das Lebensmitteltaxi für Ahlen.
Aufgelockert werden die informativen Wortbeiträge durch eine bewegte Pause mit Bettina Neuhaus und dem Singkreis 2500 Lebensjahre. Mit dem Markt der Möglichkeiten und einem gemütlichen Beisammensein klingt der Nachmittag aus. „Es wird viele Gelegenheiten zum Kennenlernen und Themenaustausch geben“, freut sich Loi auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Um auch für das leibliche Wohl zu sorgen, warten gegrillte Gaumenfreuden auf der Terrasse der Familienbildungsstätte.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die SINN-Konferenz ist das Austauschtreffen der Ehrenamtlichen und Aktiven „50+“ in Ahlen und findet einmal jährlich mit wechselnden Themen statt. Weitere Informationen erteilt die städtischen Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ unter Telefon 02382 59467.

Planung des Landes: Notunterkunft Bodelschwinghschule wechselt in „Standby“-Modus

Ein Sommerfest feierten Bewohner und Gäste in der Notunterkunft.

Ein Sommerfest feierten Bewohner und Gäste in der Notunterkunft.

Wie ruhig es um das Thema Flüchtlinge nicht nur in Ahlen geworden ist, zeigte am Sonntag der „Tag der offenen Tür“ in der Landesnotunterkunft Bodelschwinghschule. Weitgehend unter sich blieben Bewohner, Ehrenamtler und die Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), als die Einrichtung erstmals aus Anlass ihres einjährigen Bestehens die breite Öffentlichkeit zu einem Blick hinter die Kulissen einlud. Zu der vorhergegangenen Gesprächsrunde fanden sich im Pfarrsaal von St. Elisabeth nur eine Handvoll Nachbarn und interessierte Bürgerinnen und Bürger ein. Sie lobten das freundliche Miteinander von Anwohnern und Flüchtlingen.  
„Nach wie vor macht die Zusammenarbeit mit der Bürgergesellschaft in Ahlen Spaß“, versicherte auch ASB-Geschäftsführer Dirk Winter. Er dankte den Menschen, die auf die Einrichtung zugegangen seien, um ihre Hilfe und Mitarbeit anzubieten. Gut sei ebenfalls das Verhältnis zur Polizei und zu den städtischen Dienststellen, mit denen Probleme stets praxisorientiert gelöst würden. „Wir fühlen uns als ASB in Ahlen zuhause“, lautete seine Quintessenz, die jedoch von einer am Wochenende bekanntgewordenen Nachricht der Bezirksregierung Münster getrübt wurde. Demnach läuft der Betrieb der 500 Menschen Platz bietenden Landesnotunterkunft nach jetziger Planung zum 31. März nächsten Jahres aus. Fortgeführt werden soll sie ab April im sogenannten „Standby“-Modus. „Das Land wirft mit Begriffen um sich, für die es noch keine Konzepte gibt“, hinterfragt Winter das Vorgehen kritisch. Dass die Landesnotunterkunft über kurz oder lang auslaufen wird, sei allen Beteiligten angesichts der sich entspannenden Situation wohl klar gewesen. Überrascht habe allerdings die Ankündigung zum jetzigen Zeitpunkt.
Was der vom Land geplante „Standby“-Betrieb für die Stadt Ahlen bedeutet, will Bürgermeister Dr. Alexander Berger kurzfristig in Gesprächen mit der Bezirksregierung klären. „Feinabstimmung und Konzeption müssen gemeinsam mit dem Land entwickelt werden“, sagte Berger. Die „Standby“-Perspektive sei „zunächst einmal eine gute.“ Mit dem ASB habe man im zurückliegenden Jahr einen Partner gehabt, der „leidenschaftlich“ seine Aufgabe erfüllt habe. Ständige Transparenz auch bei gelegentlich unangenehmen Ereignissen sei das Erfolgsrezept gewesen, um in der Öffentlichkeit eine positive Stimmung für die Einrichtung und die in ihr lebenden Menschen zu schaffen.
Eine „fantastische Akzeptanz“ für den Standort erkennt Einrichtungsleiter Detlef Prösch. Ungebrochen sei die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. „Die Ahlener machen es uns leicht“, bedankt er sich für die Unterstützung in den zurückliegenden Monaten. In seinen Dank schloss er ausdrücklich den Förderverein für Flüchtlinge ein. Dessen Vorsitzende Angelika Knöpker betonte, „wie wichtig es ist, die zu uns geflüchteten Menschen an die Hand zu nehmen.“ Zwei Dutzend Patenprojekte seien entstanden, um Asylbewerber bspw. bei Ämtergängen zu begleiten. Man brauche die Menschen nicht jeden Tag aufzusuchen, müsse aber immer für sie ansprechbar und erreichbar sein. Dem örtlichen Wachdienst, der von Anfang an in der Einrichtung tätig ist, stellte ASB-Leiter Winter ein allerbestes Zeugnis aus. Dieser sei auch „Kummerkasten“ für die Bewohner. „Immer im Auftreten zurückhaltend genießt er ein sehr großes Vertrauen bei unseren Gästen.“ Dies sei leider nicht überall selbstverständlich.

Ahlener studierten Markplatzbeispiele in Ostwestfalen

Bürgermeister Michael Stickelen (r.) führt die Ahlener Gäste über die Baustellen im historischen Stadtkern

Bürgermeister Michael Stickelen (r.) führt die Ahlener Gäste über die Baustellen im historischen Stadtkern

Man tritt es mit den Füßen und schenkt ihm in der Regel keine große Beachtung. Doch wenn man sich intensiv mit Straßenpflaster befasst, erkennt man die vielen Facetten, die es bietet. Diese Erfahrung machten auf einer Tagesexkursion nach Paderborn und Warburg Mitglieder des Stadtrates, sachkundige Bürger sowie Vertreter des Behindertenbeirates. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat Andreas Mentz regten die Fahrt nach Ostwestfalen an, um sich Beispiele für umgebaute Marktplätze anzuschauen. „Es ist an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen“, mahnte Berger vor Beginn der Fahrt an. Die Diskussion um die Neugestaltung des Ahlener Markplatzes müsse auf die Zielgerade geführt werden. Das Meinungsbild war nach der Besichtigungstour jedoch uneinheitlich. So viel ist sicher: Die Diskussionen über den richtigen Belag für Ahlens Marktplatz wird weitergehen.

Als landesweites Pilotprojekt war 2008 die Stadt Warburg gestartet, um in acht Bauabschnitten die komplette Innenstadt barrierefrei umzugestalten. „Rollstühle und Kinderwagen über das alte Pflaster zu schieben, war nicht mehr möglich“, erklärte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln, der die Reisegruppe aus Ahlen empfing und durch seine Stadt führte. Das Kopfsteinpflaster sei zwar schön gewesen, aber nicht funktionell. „Ich konnte selbst nicht mehr stolperfrei über den Marktplatz gehen“, beschrieb er die Dramatik der Ausgangslage. Es folgte ein kooperatives Werkstattverfahren, in dem mit vielen Betroffenen nach der besten Lösung für Warburgs Altstadt gesucht wurde. Am Ende stand der Entschluss, das Pflaster aufzuheben, glatt zu schneiden und wieder ungebunden einzubauen. Zweimal im Jahr werden die Fugen eingefegt, ein Aufwand der als notwendige Pflegemaßnahme akzeptiert wird. Das Geradeschneiden des bestehenden Pflasters habe sich auch als wirtschaftlich sinnvolle Lösung bewährt. „Das Blatt hatte sich nach dem Umbau vollkommen gewendet“, beschrieb Warburgs Bürgermeister den weiteren Gang. Aus anfänglicher Kritik an der aufwendigen Baustellensituation, die vor allem aus dem örtlichen Einzelhandel kam, sei große Zustimmung geworden. Das Pflaster bietet heute eine ebene Lauffläche, ohne dass die Fugen jemanden behindern oder gar gefährden. Die Stadt habe erreicht, was man wollte. Behinderte Menschen, die seit Jahren Warburg gemieden haben, führen jetzt wieder regelmäßig für Einkäufe in die Stadt im Kreis Höxter, freut sich Michael Stickeln. Einen anderen Weg hat die Domstadt Paderborn eingeschlagen. Auch dort waren Markt- und Domplatz in die Jahre gekommen und zu Stolperfallen für mobilitätseingeschränkte Menschen geworden. Hochwertig und barrierefrei musste das neue Pflaster werden, sagte der städtische Bauleiter Roland Forner zu der ihm gemachten Vorgabe. Dazu wurde das alte Pflaster ausgebaut und durch ein neues ersetzt. Aus Tschechien stamme der neu verlegte Stein, ein Diorit, „bezahlbar, dicht und schwer“. Sehr zufrieden sei man in Paderborn nach einjähriger Erfahrung mit der Wahl. Flecken ließen sich wegen der Dichte schnell entfernen, weil sie nicht tief ins Mineral einzögen. Ebenso wie in Warburg habe man die ungebundene Bauweise gewählt, deren Vorteil vor allem dann erkennbar wird, wenn im Untergrund Arbeiten zu verrichten sind. Auch gegen die teils erheblichen Belastungen durch Fahrzeuge und schwere Maschinen sei dieses Verfahren besser gewappnet. Die Fugen erforderten eine regelmäßige Behandlung, wobei die letzte Antwort dafür noch nicht gefunden sei. Fest stehe jedenfalls, dass bei der Platzreinigung nicht gesaugt werden dürfe, um das Füllmaterial nicht zu entfernen. Auch wenn sich nicht nach der Exkursion „die“ Lösung herauskristallisiert habe, „so ist es doch wichtig, von den Prozessen anderer zu lernen“, war Stadtbaurat Andreas Mentz mit den gewonnen Eindrücken zufrieden.

Gemeinsamer Start ins Wochenende – Seniorenfrühstück am Samstag

Am Samstag, 3. September, lädt das Projekt Stadtteilentwicklung Ahlen-Nord gemeinsam mit dem AWO-Ortsverein Ahlen wieder herzlich in die AWO-Seniorenbegegnungsstätte in der Freiheit 1 zum monatlich stattfindenden Seniorenfrühstück ein. Von 9 bis 11 Uhr lässt sich der Tag bei Brötchen und Kaffee langsam beginnen, anschließend besteht wie immer die Möglichkeit zum gemeinsamen Stadtbummel. Das leckere Frühstücksbuffet wird zum  Selbstkostenpreis von 4,50 Euro angeboten. Das Angebot soll nicht nur eine Möglichkeit zum leckeren Speisen bieten, sondern auch Begegnungen schaffen und Menschen zusammen bringen“, so Annika Schulte, Stadtteilentwicklerin im Ahlener Norden. Wer das Frühstücksbuffet genießen möchte, sollte sich baldmöglichst unter der Rufnummer 02382 5470647 bei der AWO anmelden. Erreichbar ist die Seniorenbegegnungsstätte dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 12 Uhr.

Einzigartigkeit durch anders sein.

Auf der Suche nach philosophischen und künstlerischen Antworten auf „große Fragen“.

Das inklusive Theater Götterspeise zeigt sein neues Stück „Fragen.Bewegen.“. Am Freitag, dem 09. September ab 18.00 Uhr führen 16 Schauspielerinnen und Schauspieler das Stück im Saal der Ahlener Schuhfabrik auf.  Das Ensemble geht auf die Suche nach philosophischen und künstlerischen Antworten auf „große Fragen“. Was bedeutet das mittlerweile allgegenwärtige und oft beschworene Zauberwort „Inklusion“? Behinderten Menschen wird in dieser Gesellschaft wenig aktiv und respektvoll zugehört. Sie stellen andere Fragen als nichtbehinderte Menschen, auch wenn es oft Schnittmengen gibt. Wie ehrlich wird mit Inklusion umgegangen, wirklich als Chance oder hinter vorgehaltener Hand als Last? Die aktuelle Produktion stellt als Premiere „große Fragen“, die bewegen, zu kleinen und großen Lebensthemen. Liebe, Glück, Religion, Spiritualität, Geburt, Alter, Tod, Vergänglichkeit, Erinnerung(en) Zeit, (Mit-)Gefühl, Kunst, Sehnsucht, Macht, Empörung oder Beziehung werden als Theatercollage in Szene gesetzt. Die Schauspieler machen sich mit vielen künstlerischen Facetten auf die Suche nach Antworten oder Deutungen und zeigen, dass auf das Individuum besonders Acht zu geben ist.
Regie führen Christel Brüning, Diemut Döninghaus, Martin Neumann. Eine Produktion des Forum für Kreativität und Kommunikation e.V. in Kooperation mit Begegnungs- und Freizeitzentrum Eckardtsheim, Bethel.regional Süd. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Netzwerk Handicap, zu denen das Bürgerzentrum Schuhfabrik, St. Vincenz Ahlen, St. Vitus Everswinkel und die Lebenshilfe Warendorf gehören. Die Karten sind im Vorverkauf in der Gastronomie oder auf der Internetseite der Schuhfabrik zum Preis von 10,-€ (Ak.: 12,-€) erhältlich. Weitere Infos: www.schuhfabrik-ahlen.de.

„Endlich angekommen“ – Bürgermeister Berger begrüßt Aufklärer in der Westfalenkaserne

Vor der Truppe überreichte Bürgermeister Berger dem Kommandeur ein Ortsschild der Stadt Ahlen.

Vor der Truppe überreichte Bürgermeister Berger dem Kommandeur ein Ortsschild der Stadt Ahlen.

Mit dem sogenannten Husarenbiwak haben die Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 am Donnerstag den Einzug in die Westfalenkaserne abgeschlossen. Zuvor war das militärische Großgerät, darunter 16 Spähfahrzeuge, vom Altstandort Augustdorf nach Ahlen verlegt worden. „Wir sind endlich angekommen“, rief Kommandeur Stefan Kribus seinen angetretenen Aufklärern auf dem Exerzierplatz zu. Ohne große Öffentlichkeit wollte man den ersten Abend miteinander verbringen. „Was wir hier machen, ist Familie“, beschrieb er die Stimmung und das Gefühl aller Versammelten. Nicht nur für seinen Verband, auch für die Stadt Ahlen sei dies ein guter Tag.Als einer der wenigen eingeladenen Gästen hatte Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Gelegenheit genutzt, ein Grußwort an die nach Ahlen verlegten Soldatinnen und Soldaten zu richten. „Mir ist es eine Ehre, diesem historischen Tag persönlich beiwohnen zu dürfen“, dankte Berger für die Einladung. Die Bundeswehr gehörte und gehöre als ein vitaler Bestandteil zu Ahlen. „Fühlen bitte auch Sie sich eingeladen, in unserer Stadt Wurzeln zu schlagen und heimisch zu werden“, appellierte das Stadtoberhaupt an die „Neu-Ahlener“. Er werde alles ihm Mögliche dafür tun, dass es dem Verband und den Soldaten in Ahlen an nichts fehlen werde. Auch in eigener Sache sollten die Männer und Frauen ihren Aufklärungsauftrag ernst nehmen. „Lassen Sie sich davon einfangen, was das Ahlener Umland zu bieten hat und entdecken Sie die vielfältigen Seiten unserer Stadt. Am besten gelingt dieses bei einem geführten Stadtrundgang, bei dem Sie die glanzvolle Geschichte und spannende Gegenwart unserer Stadt kennenlernen.“ Organisiert von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft werden schon in Kürze erste Rundgänge durch die Stadt stattfinden. Als Willkommensgeschenk überreichte Berger ein Ortsschild der Stadt Ahlen, das auch als Bindeglied in die Heimat bei Einsätzen im Ausland dienen darf. Oberstleutnant Kribus, der vor zwei Wochen seinen Antrittsbesuch im Rathaus absolvierte, dankte Berger für sein Erscheinen: „Ich kann jetzt schon sagen, dass Sie zu Ihrem Wort stehen und sich für die Belange der Soldaten einsetzen.“ Er spüre, dass im Bürgermeister ein Soldatenherz schlage.

Endspurt für den Sommerleseclub Und Leseclub Junior! – Der Lesesommer neigt sich dem Ende zu

Auch wenn der meteorologische Sommer mit Temperaturen über 30 Grad noch einmal richtig aufdreht, für den Lese-Sommer geht es jetzt ins Finale. Im Endspurt sind schon die ersten Leselogbücher beim Stadtbüchereiteam abgegeben worden. Diejenigen, die noch etwas Zeit benötigen, sollten sich sputen. Am Freitag, 26. August, ist der offiziell letzte Abgabetermin für die restlichen Logbücher. Auf den letzten Drücker können aber auch die Zuspätkommenden am Montag, 29. August, ihre Logbücher abgeben. Alle erfolgreichen Leseratten erhalten dann postalisch neben einem Zertifikat und einem Eisgutschein einen Kinogutschein für den großen Kinovormittag am Samstag, 24. September, ab 11 Uhr im CinemAhlen. Es werden wieder vier aktuelle Filme gezeigt, zwischen denen die Kinder und Jugendlichen wählen können. Freuen können sich die kleineren Kinder auf die Filme „Elliot, der Drache“ sowie „Conny & Co.“ und die älteren Teilnehmer ab 12 Jahren auf die Filme „Ghostbusters“ und „Tarzan“. Also ganz wichtig: Leselogbuch rechtzeitig abgeben und den Kinogutschein am Kinovormittag nicht vergessen!

Sehen, was sonst niemand zu sehen bekommt – Zweimal Führung über den Bauhof am 3. September

Bernd Döding (r.) und Frank Buntrock erläutern auch die Pläne für den neuen Bauhof. Um 12:15 Uhr beginnt ein Rundgang am früheren Güterbahnhofsgelände.

Bernd Döding (r.) und Frank Buntrock erläutern auch die Pläne für den neuen Bauhof. Um 12:15 Uhr beginnt ein Rundgang am früheren Güterbahnhofsgelände.

Am Samstag, 3. September, sind alle Interessierten eingeladen, hinter die Kulissen des jetzigen Bauhofes an der Alten Beckumer Straße zu blicken. Der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, Bernd Döding, führt Besucherinnen und Besucher persönlich dorthin, wo betriebsfremde Personen ansonsten keinen Zutritt haben. „Man muss die teils haarsträubenden Bedingungen, unter denen meine Beschäftigten arbeiten müssen, einfach mal gesehen haben, um zu verstehen, dass wir dringend einen zeitgemäßen Neubau benötigen“, sagt Döding. Es handle sich bei der erweiterten Besuchsmöglichkeit allerdings ausdrücklich um keinen „Tag der offenen Tür“ mit Rahmenprogramm, sondern um ein zusätzliches Serviceangebot innerhalb der üblichen Öffnung am Samstagvormittag. Zweimal starten Besuchergruppen ab Treffpunkt Haupteingang zu je etwa 30-minütigen Rundgängen, bei denen sich auch die Sanitär- und Sozialräume sowie Werkstätten öffnen. Beginn ist jeweils um 10:00 und 11:00 Uhr. Um 12:00 Uhr schließt sich ein Abstecher zum Standort des neuen Baubetriebshofes am früheren Güterbahnhofgelände an, wohin gemeinsam per Fahrrad gefahren wird. Die Ankunft dort ist voraussichtlich gegen 12:15 Uhr. Interessierte können auch direkt dorthin fahren, Treffunkt ist an der Daimlerstraße Ecke Ostberg. Sowohl am Bauhof an der Alten Beckumer Straße als auch später beim „Ausflug“ zum Neustandort werden ausführlich die Pläne für das Neubauvorhaben vorgestellt. Der Rat der Stadt Ahlen hatte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause für die Realisierung des 16-Millionen-Euro-Projekts auf der früheren Brache des Güterbahnhofes an der Daimlerstraße gestimmt.

Prognose: Schwarze Null – Kämmerer legt aktuellen Finanzbericht vor

Kämmerer Dirk Schlebes hat am Montag den aktuellen Finanzbericht für das zweite Quartal 2016 vorgelegt.

Das laufende Haushaltsjahr 2016 wird voraussichtlich mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließen. Damit würde zum ersten Mal seit Einführung der doppelten Buchführung für Kommunen im Jahre 2008 eine „schwarze Null“ zum Jahresende stehen. „Der Planentwurf für 2016 sah noch ein Defizit von 1,65 Millionen Euro vor und war damit schon einer der positivsten Pläne seit Einführung des neuen Rechnungswesens“, freut sich Stadtkämmerer Dirk Schlebes über die jüngste Entwicklung. Die jetzt im aktuellen Finanzbericht vorgelegten Zahlen lassen einen Jahresüberschuss von rund 650.000 Euro erwarten, „und das obwohl die Gewerbesteuer deutlich hinter den Erwartungen für 2016 zurückbleibt“, so Schlebes. Besonders positiv stechen dabei die vom Bund und Land übernommenen Kostenerstattungen im Bereich der Flüchtlingsaufnahme hervor, die der Kämmerer in diesem Maße nicht erwartet hatte. Einen weiteren Teil der guten Nachrichten mache die nicht erwartete Gewinnausschüttung der Stadtwerke aus, die sich im Wesentlichen aus der verzögerten Übernahme der Verkehrsgesellschaft ergeben habe. Der Stadtkämmerer legt Wert auf die Feststellung, dass die jetzt zu verzeichnenden Haushaltsentlastungen im Wesentlichen auf einmalige Sondereffekte zurückzuführen seien. „Wiederholen werden sie sich nicht“, warnt Schlebes vor falscher Euphorie. Die Stadtwerke ließen mit der Übernahme der Verkehrsgesellschaft keine Überschüsse mehr erwarten. Ähnlich verhalte es sich bei der Kostenerstattung für die Flüchtlingsaufnahme. Die hierfür ab dem 1. Januar 2017 geltenden Neuregelungen würden die Kommunen weniger gut stellen, als dies heute noch der Fall sei. Trotz aller gebotenen Zurückhaltung erkennt Bürgermeister Dr. Alexander Berger in der Entwicklung ein ermutigendes Zeichen: „Den eingeschlagenen Weg der absoluten Ausgabendisziplin müssen wir konsequent weitergehen.“ Nur so ließe sich die Stadt auch in Zukunft handlungsfähig gestalten. Der Finanzbericht für das zweite Quartal 2016 mit seiner Prognose für das Jahresende ist am heutigen Montag den Mitgliedern des Finanz- und Personalausschusses zur Verfügung gestellt worden. Beraten wird er in der kommenden Sitzung des Finanz- und Personalausschusses am 22. September.

Vorgartenwettbewerb in der Bergarbeiterkolonie

Hermann Huerkamp (Stadtteilbüro), Uwe Jeremias (Vivawest), Bruno Kolekta (Mieter-Interessengemeinschaft), Markus Schulze (HVG-Grünflächenmanagement), Rainer Müller (Mieter-Interessengemeinschaft)

„Wer hat den schönsten Vorgarten in der Zechenkolonie?“- diese Frage im Rahmen eines Gartenwettbewerbes ging die Jury bestehend aus Vertretern der Wohnungsgesellschaft Vivawest, Mieter-Interessengemeinschaft MIG, der Gartenbaufirma HVG und des Stadtteilbüros im Ahlener Osten nach. Die Mieter-Interessengemeinschaft hatte schon eine Vorauswahl getroffen und so mussten noch 15 Vorgärten direkt in Augenschein genommen werden. Uwe Jeremias von der Wohnungsgesellschaft und Bruno Kolekta von der MiG stellten unisono fest: „Viele Mieter haben ihre Vorgärten sehr schön mit großem Engagement hergerichtet und es ist für uns nicht leicht, diese zu beurteilen“. So dauerte die Begehung in der Kolonie doch länger als erwartet, denn der Anspruch bestand, auch gerecht zu beurteilen.
Die Jury konnte als Hilfmitteil Punkte in den Kategorien Pflege, Ästhetik, dauerhafte und jahreszeitliche Bepflanzung vergeben. „Das Ergebnis steht fest, wird aber erst auf dem Stadtteilfest auf der Hansastraße am 10 September verkündet“, teilte Hermann Huerkamp vom Stadtteilbüro mit „bis dahin bleibt es geheim“. Die Gewinner müssen sich also noch etwas gedulden. Sie erhalten als Anerkennung Urkunden und Gutscheine, die zur weiteren Aufwertung der Gärten eingesetzt werden können.

Drachenbegonie Hingucker im Stadtpark

Gärtner, Krankenhausleitung und Bürgermeister „inspizieren“ die Beete im Stadtpark.

Die perfekte Pflanze für den Stadtpark hat nach mehreren Versuchen Gärtner Reinhold Schulze Eckel entdeckt: Die Drachenbegonie. „Da gehen keine Schnecken dran und auch für Kaninchen ist die nichts“, sagte der Gärtnermeister beim Rundgang durch den Park am Krankenhaus, zu dem Stadt und Krankenhaus die Gartenbaubetriebe eingeladen hatten, die sich seit Jahren für einen blühenden und gepflegten Stadtpark bürgerschaftlich einbringen. Die Pflanze mit ihren großen roten Blüten ist aber nicht nur auf öffentlichen Flächen ein Hingucker, auch im privaten Garten macht sie sich gut. Ihre Resistenz gegen Schädlinge macht sie zum Liebling aller (Hobby)-Gärtner, auch der Pflegebedarf ist überschaubar. „Jedenfalls habe ich das Beet in diesem Sommer kein einziges Mal gießen müssen“, meinte Schulze Eckel. Auch Gärtnermeister Albert Barrey und Bernhard Wallgärtner zeigten Krankenhausleiter Winfried Mertens und Pflegedirektor Werner Messink, was ihre Betriebe auf eigene Kosten im Stadtpark gepflanzt hatten und die gesamte Saison über pflegen. Da das St.-Franziskus-Hospital über keinen eigenen Park verfügt, sei die Grünanlage vor dem Haus eine besondere Bereicherung, so Mertens: „Vor allem auch für Schwangere, die ja nicht krank sind, aber unmittelbar vor der Geburt sich bewegen müssen und hier ihre Runden drehen.“ Der schön gestaltete Park hinterlässt auch bei Bürgermeister Dr. Alexander Berger Freude auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit, „ein echter Gewinn für die Ahlenerinnen und Ahlener.“ Für den städtischen Grünflächenchef Jörg Pieconkowski besitzt die Zusammenarbeit mit den Gartenbaubetrieben „Modellcharakter auch für andere Flächen“. Das Miteinander funktioniere von Beginn an „wunderbar“. Neben den drei anwesenden Gartenbetrieben beteiligt sich auch das Unternehmen Ulrich Weber an der Kooperation für den Stadtpark.

Lea und Rachel – Zwei neue Patenkinder für den Bundespräsidenten

Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Pfarrer Petrus Kaya mit den beiden Täuflingen Lea und Rachel Gören.

Eine besondere Anerkennung ist den Zwillingsschwestern Lea und Rachel Gören zuteil geworden. Aus Anlass ihrer Taufe überreichte Bürgermeister Dr. Alexander Berger den Eltern Urkunden über die Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten Dr. Joachim Gauck. Die im April geborenen Mädchen sind das siebte und achte Kind von Isa und Besna Gören. Gilt die Ehrenpatenschaft ansonsten nur für das siebte Kind einer Familie, kommen bei Mehrlingsgeburten sämtliche zur Welt gekommenen Kinder in den Genuss der Auszeichnung.  In der St.-Gottfried-Kirche feierte am Sonntagmittag die Familie das Tauffest nach aramäischem Ritus. Das Sakrament spendete Pfarrer Petrus Kaya von der Gemeinde St. Johannes der Täufer. „Für mich ist es ein ganz besonderer Moment, Ihnen in diesem würdevollen Rahmen stellvertretend den Respekt des Bundespräsidenten auszusprechen“, wandte sich der Bürgermeister im Anschluss an die Taufzeremonie an die stolzen Eltern. Neben Geldgeschenk und Patenschaftsurkunden aus dem Dienstsitz des Bundespräsidenten hatte Berger auch Buch- und Freizeitgutscheine für die älteren Kinder der Familie dabei.

Hintergrund:
Die Ehrenpatenschaft hat in erster Linie symbolischen Charakter. Der Bundespräsident bringt mit der Ehrenpatenschaft für das siebte Kind einer Familie die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck. Sie stellt die besondere Bedeutung heraus, die Familien und Kinder für unser Gemeinwesen haben. Seit 1949 wurden insgesamt rund 79.325 Ehrenpatenschaften übernommen (Stand: 31.12.2015). Im Jahr 2015 waren es 550 (2014: 600, 2013: 600, 2012: 460, 2011: 670, 2010: 603). Bundespräsident Joachim Gauck hat seit dem Amtsantritt am 18. März 2012 bisher 2.209 Ehrenpatenschaften übernommen (Stand: 31.12.2015).

Sprachen lernen, Vorurteile überwinden

2 SchülerInnen vom Städtischen Gymnasium Ahlen sind beim Bundescup „Spielend Russisch lernen“ dabei. Eine gemeinsame Sprache finden, heißt, den anderen zu verstehen. Früh übt sich – so lautet auch das Motto beim Bundescup „Spielend Russisch lernen“. Mit dem deutschland-weiten Sprachwettbewerb trägt das Deutsch-Russische Forum dazu bei, dass sich immer mehr Jugendliche für die russische Sprache und die russische Kultur interessieren. „Junge Leute für die russische Sprache zu begeistern, ist wichtiger denn je. Durch eine gemeinsame Sprache können Vorurteile abgebaut werden. Zudem bietet die Fremdsprache eine wichtige Perspektive für die Zukunft eines jungen Menschen“, erläutert Martin Hoffmann vom Deutsch-Russischen Forum. Bereits zum neunten Mal vermittelt der Sprachwettbewerb Jugendlichen spielerisch den Zugang zur russischen Sprache. Bundesweit treten die Schüler bis Juli in Zweiermannschaften an, wobei jeweils ein Partner Russischkenntnisse besitzt und einer nicht. So erhalten auch Jugendliche, die noch kein Russisch können, einen kinderleichten Einstieg in die neue Sprache. Die aktuelle Schulrunde ist die erste von insgesamt drei Runden des bundesweiten Sprachturniers. Im Städtischen Gymnasium Ahlen fand diese in diesem Jahr zum vierten Mal statt. 8 Schülerinnen und Schüler in 4 Teams spielten beim diesjährigen Russisch-Cup mit. Die frisch gekürten Schulsieger heißen Zainab Madmar (15) und Vladyslav Baranyuk (17). Für sie geht es nach den Sommerferien dann zur Regionalrunde.
Auf die Sieger der Regionalrunden wartet ein besonderes Highlight: Im Herbst verbringen die Schüler auf Einladung der GAZPROM Germania GmbH ein Wochenende in Deutschlands größtem Freizeitpark, dem Europa-Park in Rust bei Freiburg. 32 Russischlerner aus ganz Deutschland werden zwischen Achterbahn und Zuckerwatte ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellen und um eine mehrtägige Russlandreise spielen. „Mit diesem Engagement tragen wir dazu bei, Jugendliche an die russische Sprache heranzuführen und damit ihr Interesse an Russland, seiner Kultur und seinen Menschen zu wecken. Das gemeinsame Lernen bringt die Menschen noch näher zusammen und fördert das gegenseitige Verständnis und das Miteinander der Kulturen. Wir freuen uns die Schüler bald im Europa-Park begrüßen zu dürfen“, betont Burkhard Woelki, Direktor Unternehmenskommunikation der GAZPROM Germania GmbH. Weitere Informationen gibt’s im Internet unter www.spielendrussisch.de und auf Facebook  www.facebook.com/spielendrussisch

Bundeswehr bleibt Ahlen treu – Staatssekretär gibt Bekenntnis zum Standort ab

Besuch in der Westfalenkaserne Ahlen: v.l. Stadtbaurat Andreas Mentz, Brigadegeneral Peter Gorgels (Kommandeur des Landeskommandos NRW), Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe, Oberstleutnant Stefan Kribus, Reinhold Sendker, Christian Prahl, Henning Rehbaum.

„Wir stehen zu diesem Standort!“ bekräftigte Verteidigungsstaatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe anlässlich einer Visite in der Ahlener Westfalenkaserne. Bürgermeister Dr. Alexander Berger vernahm diese klare Positionierung mit großer Zufriedenheit, zumal Brauksiepe sie mit imponierenden Zahlen unterlegte. Bis Ende 2020 will der Bund im Laufe der gegenwärtigen Modernisierungskampagne fast 33 Millionen Euro am Standort Ahlen verbaut haben. Das Geld fließt zu einem Großteil in den Um- und Neubau von Unterkünften, damit der Dienst in den Streitkräften attraktiver wird. „Mir müssen Verhältnisse schaffen, wie sie in der Wirtschaft längst üblich sind“, räumte der CDU-Parlamentarier einen unabweisbaren Nachholbedarf ein.
Während eines Kasernenrundgangs, an dem auch der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker sowie sein Parteikollege aus dem NRW-Landtag, Henning Rehbaum, teilnahmen, bestätigte der Kommandeur des Aufklärungsbataillons 7 und Standortälteste, Oberstleutnant Stefan Kribus, das ausgezeichnete Verhältnis zwischen Bundeswehr und Stadt Ahlen. Wichtiger Bestandteil der künftigen Kaserneninfrastruktur werde eine „Information-Point“ werden, der den Soldatinnen und Soldaten u.a. als Anlaufstelle auf der Suche nach Wohnungen oder Kindergartenplätzen dienen möge. „Es ist ein Netzwerk in Richtung Stadt“, machte Kribus deutlich, wie wichtig ihm ein enger Austausch mit Stadtverwaltung und Bürgerschaft ist.
Berger wiederholte sein Versprechen, dass er dem neuen Kommandeur bei dessen Antrittsbesuch im Rathaus gab: „Wir schnüren den neu nach Ahlen kommenden Soldaten ein Rundum-Wohlfühlpaket“, so Berger, der sich anbot, bei der Wohnraumsuche zu helfen. Interessierte Vermieter können nicht nur in der Westfalenkaserne, sondern auch im Bürgermeisterbüro anrufen, wenn sie Apartments oder größere Wohnungen leer stehen haben.
Ahlens Bürgermeister dankte dem Parlamentarischen Staatssekretär ausdrücklich für die Unterstützung, die die Bundeswehr im letzten Herbst bei der Bewältigung der Flüchtlingszuwanderung geleistet hatte. In zwei vom Kasernengelände ausgegliederten Wohnblocks werden seitdem Plätze für 350 Asylbewerber vorgehalten. Wie von Anfang an vertraglich geregelt, wird die vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) geführte Landesnotunterkunft zum 31. März 2017 endgültig auslaufen.
Reinhold Sendker macht es als Vertreter des Kreises Warendorf im Bundestag stolz, dass mit dem zurzeit laufenden Umzug des Aufklärungsbataillons 7 von Augustdorf in die Westfalenkaserne wieder das Heer in die größte militärische Einrichtung auf dem Kreisgebiet zurückkehrt. Dieses habe auch mit dem Einsatz Sendkers für den Erhalt des Standortes Ahlen zu tun, hob Brauksiepe hervor. Dass die Bundeswehr in Ahlen für die örtliche Wirtschaft von nicht zu unterschätzendem Vorteil sei, ergänzte Landtagsabgeordneter Henning Rehbaum.
Mit einem Verlegemarsch des militärischen Großgerätes wird der Umzug der Aufklärer nach Ahlen am kommenden Donnerstag, 25. August, abgeschlossen. Etwa 900 Soldatinnen und Soldaten werden dann einen neuen Dienstposten in der traditionsreichen Kaserne gefunden haben.

Klick die Besten
Aktuelles Stadtfenster
Klug und Weise
Kurz und Knackig